Pressemitteilung zum Nachrichtenbeitrag vom 09. März im ARD/ZDF Morgenmagazin

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Tarih: 12-03-2018

Am 09.03.2018 wurde im Morgenmagazin vom ARD/ ZDF ein Beitrag zur möglichen EM-Vergabe der UEFA an die Türkei ausgestrahlt. Die Türkei habe gute Chancen im September zum Ausrichtungsland des Turniers bestimmt zu werden. Daher stellte der Beitrag die Frage, ob “ein Land wie die Türkei” eine international so bedeutende Veranstaltung ausrichten dürfe. Der Beitrag erweckte gezielt den Eindruck, dass die gesamte Bevölkerung bzw. bestimmte Teile der Bevölkerung in der Türkei systematisch unterdrückt werden. Hierbei wurde nicht etwa differenziert und problematisierend die momentan schwierige Situation in der Türkei, welche von PKK-Terror, westlich unterstützten Putschversuchen und politisch gespaltenen Lagern geprägt ist, dargestellt. Stattdessen wurde das Bild eines faschistischen Landes gezeichnet. Der Journalist sagte, er habe selbst in autokratisch regierten Ländern niemals eine Bevölkerung angetroffen, welche so sehr in Angst lebe. Weiter behauptete der Beitrag, dass Kurden in der Türkei Stadionverbot hätten und systematisch diskriminiert und unterdrückt würden.

Dass der Beitrag sich fast ausschließlich an PKK-Sympathisanten und ausgewiesene PKK-Anhänger wendete ist bezeichnend. Lokale Sicherheitsmaßnahmen zur Vermeidung von Ausschreitungen und volksverhetzender Propaganda in Stadien wurden als generelle Repressionsmaßnahme und Diskriminierung von Kurden dargestellt. Die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien erweckt -in abstrus wahrheitsverzerrender Weise- den Eindruck die kurdischstämmige Bevölkerung in der Türkei werde durch die separatistische Terrororganisation PKK und ihre “zivilen” Tochterorganisationen repräsentiert. Mehr noch, es wird im Prinzip behauptet, dass alle Menschen in der Türkei, welche nicht mit der Ideologie der AKP-Regierung einverstanden sind, durch diese “liberalen” Kräfte repräsentiert werden. Weder das Eine, noch das Andere entspricht auch nur im Entferntesten der Wahrheit. Die Gewaltherrschaft, welche die PKK mittels Gewaltandrohung und Mord an der kurdischstämmigen Bevölkerung in der Türkei ausübt, wird in den öffentlich-rechtlichen Medien systematisch ausgeblendet. Die Beendigung dieser westlich unterstützten PKK-Diktatur ist die Voraussetzung für ein friedliches und zivilisiertes Zusammenleben in der Türkei. Dies ist der gesellschaftliche Grundkonsens in der Türkei, welcher quer durch alle Bevölkerungsgruppen geht. Auch die im Beitrag erwähnten Gezi-Proteste fanden unter einem Meer von türkischen Flaggen statt. Separatisten mag es in der Türkei geben, doch sie stellen eine marginale Minderheit dar und repräsentieren in keinster Weise die Bevölkerung in der Türkei. Die deutsche Bevölkerung hat in dieser Propagandadarstellung der Medien in Deutschland nicht einmal die Möglichkeit von den zehntausenden Opfern zu erfahren, welche die PKK ermordet hat, geschweige denn mit welchen Methoden die PKK versucht ihre Gewaltherrschaft über Teile der Bevölkerung durchzusetzen.

Der Türkische Jugendbund protestiert gegen diese systematische Diffamierung der Türkei. Wir weisen darauf hin, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk auch durch die Gebühren der Türken in Deutschland mitfinanziert wird. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk trägt eine besondere gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Millionen von Türken leben seit Jahrzehnten in Deutschland und pflegen ein gutes Verhältnis zur deutschen Mehrheitsbevölkerung. Der besagte Nachrichtenbeitrag und die gleichgerichtete Berichterstattung tragen jedoch mehr zur Vergiftung der Beziehung zwischen Türken und Deutschen in der Bundesrepublik bei, als AFD-Beschimpfungen wie “Kümmeltürke” und “Kameltreiber” dies je vermochten. Keine verächtliche Beschimpfung kann auch nur annähernd den Schaden anrichten den eine derartig verzerrende Disinformationspolitik tatsächlich anrichtet.

Die Türken in Deutschland werden sich diesen Verleumdungskampagnen niemals ergeben. Wir rufen ebenso all unsere deutschen Mitbürger dazu auf, im Namen der deutsch-türkischen Freundschaft, derartigen Diffamierungen keinen Glauben zu schenken. Die öffentlich-rechtlichen Sender rufen wir hiermit dazu auf ihre einseitige und türkenfeindliche Berichterstattung umgehend einzustellen und ihrer öffentlichen Verantwortung gerecht zu werden.

Türkischer Jugendbund Deutschland

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